Reifendruck berechnen
Wie viel Luft gehört in den Reifen? Der Rechner liefert einen Richtwert für Vorder- und Hinterrad aus Gesamtgewicht, Reifenbreite, Rad-Typ, Tubeless und Nässe – in bar und psi. Direkt im Browser.
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So funktioniert der Rechner
Der richtige Reifendruck hängt vor allem von Gesamtgewicht und Reifenbreite ab. Der Rechner liefert dir einen Richtwert für Vorder- und Hinterrad. Beim Rennrad ist das ein häufiger Streitpunkt, denn die alte Regel „so hart wie möglich“ gilt heute nicht mehr: Breitere Reifen laufen mit weniger Druck schneller, komfortabler und mit mehr Grip.
Wichtig: Der Wert ist ein Richtwert aus einer Faustformel, die an gängigen Hersteller-Empfehlungen kalibriert ist. Er ersetzt nicht die Druckangabe auf deinem Reifen, die immer das Maximum bildet.
Rennrad, Gravel, Mountainbike oder Trekkingrad.
Fahrer, Rad und Gepäck zusammen.
In Millimetern, aufgedruckt auf der Reifenflanke.
Tubeless und nasse Straße senken den Druck.
Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert.
Die Formel
Die Formel bildet das bekannte Prinzip nach: Ein Reifen soll sich unter Last um einen bestimmten Anteil einfedern. Mehr Gewicht braucht mehr Druck, mehr Breite deutlich weniger. Der Exponent 1,6 sorgt dafür, dass ein Wechsel von 25 auf 32 mm den Druck um rund ein Drittel senkt. Die Herstellerrechner von Zipp und anderen liefern vergleichbare Größenordnungen.
Beispielrechnung Schritt für Schritt
Ein Rennradfahrer wiegt mit Rad 80 kg und fährt 28-mm-Reifen mit Schlauch auf trockener Straße:
Der Fahrer startet mit etwa 3,8 bar vorne und 4,6 bar hinten (55 und 67 psi). Mit Tubeless wären es rund 10 % weniger, also 3,4 und 4,1 bar. Nach einer Ausfahrt kannst du in Schritten von 0,2 bar anpassen.
Tabelle: Richtwerte für Rennrad mit Schlauch (hinten)
| Breite | 60 kg | 70 kg | 80 kg | 90 kg | 100 kg |
|---|---|---|---|---|---|
| 25 mm | 4,1 | 4,8 | 5,5 | 6,2 | 6,9 |
| 28 mm | 3,4 | 4,0 | 4,6 | 5,2 | 5,7 |
| 30 mm | 3,1 | 3,6 | 4,1 | 4,6 | 5,1 |
| 32 mm | 2,8 | 3,2 | 3,7 | 4,2 | 4,6 |
Reifendruck beim Rennrad
Beim Rennrad haben sich die Reifenbreiten in den letzten Jahren stark verändert. 23 mm gelten heute als schmal, 28 mm als neuer Standard und 30 bis 32 mm als Allrounder. Diese Reifen laufen mit deutlich weniger Druck als früher üblich. Der Vorteil: bessere Dämpfung, weniger Ermüdung, mehr Kurvengrip. Der Rollwiderstand steigt dadurch nicht, im Gegenteil, auf rauem Asphalt rollen weichere Reifen oft schneller, weil sie weniger Vibrationen in Energie verwandeln.
Reifendruck beim Gravelbike
Gravelreifen mit 38 bis 45 mm werden häufig mit 2,0 bis 3,0 bar gefahren. Auf losem Untergrund lohnt es sich, den Druck weiter zu senken, damit der Reifen sich verformt und Grip aufbaut. Zu niedriger Druck erhöht das Risiko von Durchschlägen an der Felge, besonders mit Schlauch. Ein Tubeless-Setup erlaubt hier niedrigere Werte, weil kein Schlauch eingeklemmt werden kann.
Reifendruck beim Mountainbike
Beim MTB spielen Einsatzgebiet und Reifenaufbau eine große Rolle. Cross-Country-Fahrer nutzen oft 1,3 bis 1,8 bar, Trail- und Enduro-Fahrer häufig 1,2 bis 1,6 bar. Der Rechner liefert einen Startwert. Danach stellst du ihn nach Gefühl nach: Wenn der Reifen in Kurven wegknickt, erhöhe den Druck, wenn er springt und kaum Grip hat, senke ihn.
Reifendruck beim Trekkingrad
Auf Alltags- und Touringrädern mit 37 bis 50 mm Breite liegt der Druck meist bei 2,5 bis 4 bar, abhängig vom Gepäck. Viele fahren zu viel Druck, weil das Rad sich dann schneller anfühlt. Ein etwas niedrigerer Druck erhöht den Komfort und schützt Rücken und Hände auf Kopfsteinpflaster.
Wann musst du den Druck anpassen?
Luft entweicht langsam durch die Reifenwand und besonders durch Latexschläuche. Prüfe den Druck vor jeder längeren Fahrt, bei Rennrädern am besten vor jeder Ausfahrt. Bei Kälte sinkt der Druck leicht ab, bei Hitze steigt er. Nach Gepäckwechsel oder bei einer zweiten Person auf dem Rad ändert sich das Gesamtgewicht, und damit der Soll-Druck. Die Fahrradgröße selbst bestimmst du mit dem Rahmengrößen-Rechner, den Tacho kalibrierst du mit dem Radumfang-Rechner.
Häufige Fehler beim Reifendruck
Den Maximaldruck von der Flanke fahrenEr ist die Obergrenze, keine Empfehlung. Zu viel Druck kostet Grip und Komfort.
Einen Richtwert nach Gewicht und Breite nutzenUnd im Bereich von ±0,3 bar nach Gefühl anpassen.
Vorne und hinten gleich pumpenDas Hinterrad trägt mehr Gewicht.
Hinten etwas höher, vorne etwas tieferEtwa 0,5 bis 0,8 bar Unterschied, abhängig von Breite und Gewicht.
Nur das Fahrergewicht rechnenRad, Rucksack und Packtaschen zählen mit.
Das Gesamtgewicht eintragenDamit der Druck zur realen Last passt.
Nie nachmessenReifen verlieren täglich Luft, Latexschläuche besonders schnell.
Vor jeder Fahrt kurz prüfenEin Standpumpen-Manometer genügt.
Heute gilt: breiter und weicher ist meist schneller. Starte mit dem Richtwert nach Gewicht und Reifenbreite und stelle in Schritten von 0,2 bar nach Gefühl nach – nie über den Maximaldruck der Reifenflanke.
Der Rahmengrößen-Rechner leitet die Größe aus deiner Schrittlänge ab.
Der Radumfang-Rechner liefert den exakten Wert für deinen Reifen.
Der Watt/kg-Rechner ordnet deine Leistung ein.
Häufige Fragen
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