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Reifendruck berechnen

Wie viel Luft gehört in den Reifen? Der Rechner liefert einen Richtwert für Vorder- und Hinterrad aus Gesamtgewicht, Reifenbreite, Rad-Typ, Tubeless und Nässe – in bar und psi. Direkt im Browser.

RECHNER · REIFENDRUCK
kg
Rechne dein Körpergewicht in Fahrkleidung plus Rad (Rennrad etwa 8 kg, Trekkingrad 15 kg) und Gepäck zusammen.
mm
Steht auf der Reifenflanke, z. B. 28-622 = 28 mm. MTB-Angabe in Zoll: 2,4 Zoll sind etwa 61 mm.
DEIN REIFENDRUCK (RICHTWERT)
VORNE3,8 bar
HINTEN4,6 bar

Das entspricht 54 psi vorne und 67 psi hinten. Probiere in einem Fenster von etwa ±0,3 bar um diese Werte, was sich am besten anfühlt. Der auf der Reifenflanke angegebene Maximaldruck darf nie überschritten werden.

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So funktioniert der Rechner

Der richtige Reifendruck hängt vor allem von Gesamtgewicht und Reifenbreite ab. Der Rechner liefert dir einen Richtwert für Vorder- und Hinterrad. Beim Rennrad ist das ein häufiger Streitpunkt, denn die alte Regel „so hart wie möglich“ gilt heute nicht mehr: Breitere Reifen laufen mit weniger Druck schneller, komfortabler und mit mehr Grip.

Wichtig: Der Wert ist ein Richtwert aus einer Faustformel, die an gängigen Hersteller-Empfehlungen kalibriert ist. Er ersetzt nicht die Druckangabe auf deinem Reifen, die immer das Maximum bildet.

1 Rad-Typ wählen

Rennrad, Gravel, Mountainbike oder Trekkingrad.

2 Gesamtgewicht eingeben

Fahrer, Rad und Gepäck zusammen.

3 Reifenbreite eingeben

In Millimetern, aufgedruckt auf der Reifenflanke.

4 System und Untergrund wählen

Tubeless und nasse Straße senken den Druck.

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert.

Die Formel

Druck [bar] = 5,0 × (25 / Breite [mm])1,6 × (Gesamtgewicht / 80 kg) × Typ × System × Untergrund Vorne 90 % und hinten 110 % des Werts (Gewichtsverteilung etwa 45/55) · Typ-Faktor 1,0 / 0,95 (Gravel) / 1,1 (MTB) · Tubeless × 0,9 · Nässe × 0,92

Die Formel bildet das bekannte Prinzip nach: Ein Reifen soll sich unter Last um einen bestimmten Anteil einfedern. Mehr Gewicht braucht mehr Druck, mehr Breite deutlich weniger. Der Exponent 1,6 sorgt dafür, dass ein Wechsel von 25 auf 32 mm den Druck um rund ein Drittel senkt. Die Herstellerrechner von Zipp und anderen liefern vergleichbare Größenordnungen.

Beispielrechnung Schritt für Schritt

Ein Rennradfahrer wiegt mit Rad 80 kg und fährt 28-mm-Reifen mit Schlauch auf trockener Straße:

BEISPIEL: 80 KG, 28 MM, MIT SCHLAUCH, TROCKEN
BASIS 5,0 BAR5,0
× (25/28)<sup>1,6</sup>× 0,83
MITTLERER DRUCK4,2 bar
VORNE / HINTEN3,8 / 4,6 bar

Der Fahrer startet mit etwa 3,8 bar vorne und 4,6 bar hinten (55 und 67 psi). Mit Tubeless wären es rund 10 % weniger, also 3,4 und 4,1 bar. Nach einer Ausfahrt kannst du in Schritten von 0,2 bar anpassen.

Tabelle: Richtwerte für Rennrad mit Schlauch (hinten)

REIFENDRUCK HINTEN IN BAR, TROCKEN
Breite60 kg70 kg80 kg90 kg100 kg
25 mm4,14,85,56,26,9
28 mm3,44,04,65,25,7
30 mm3,13,64,14,65,1
32 mm2,83,23,74,24,6

Reifendruck beim Rennrad

Beim Rennrad haben sich die Reifenbreiten in den letzten Jahren stark verändert. 23 mm gelten heute als schmal, 28 mm als neuer Standard und 30 bis 32 mm als Allrounder. Diese Reifen laufen mit deutlich weniger Druck als früher üblich. Der Vorteil: bessere Dämpfung, weniger Ermüdung, mehr Kurvengrip. Der Rollwiderstand steigt dadurch nicht, im Gegenteil, auf rauem Asphalt rollen weichere Reifen oft schneller, weil sie weniger Vibrationen in Energie verwandeln.

Reifendruck beim Gravelbike

Gravelreifen mit 38 bis 45 mm werden häufig mit 2,0 bis 3,0 bar gefahren. Auf losem Untergrund lohnt es sich, den Druck weiter zu senken, damit der Reifen sich verformt und Grip aufbaut. Zu niedriger Druck erhöht das Risiko von Durchschlägen an der Felge, besonders mit Schlauch. Ein Tubeless-Setup erlaubt hier niedrigere Werte, weil kein Schlauch eingeklemmt werden kann.

Reifendruck beim Mountainbike

Beim MTB spielen Einsatzgebiet und Reifenaufbau eine große Rolle. Cross-Country-Fahrer nutzen oft 1,3 bis 1,8 bar, Trail- und Enduro-Fahrer häufig 1,2 bis 1,6 bar. Der Rechner liefert einen Startwert. Danach stellst du ihn nach Gefühl nach: Wenn der Reifen in Kurven wegknickt, erhöhe den Druck, wenn er springt und kaum Grip hat, senke ihn.

Reifendruck beim Trekkingrad

Auf Alltags- und Touringrädern mit 37 bis 50 mm Breite liegt der Druck meist bei 2,5 bis 4 bar, abhängig vom Gepäck. Viele fahren zu viel Druck, weil das Rad sich dann schneller anfühlt. Ein etwas niedrigerer Druck erhöht den Komfort und schützt Rücken und Hände auf Kopfsteinpflaster.

Wann musst du den Druck anpassen?

Luft entweicht langsam durch die Reifenwand und besonders durch Latexschläuche. Prüfe den Druck vor jeder längeren Fahrt, bei Rennrädern am besten vor jeder Ausfahrt. Bei Kälte sinkt der Druck leicht ab, bei Hitze steigt er. Nach Gepäckwechsel oder bei einer zweiten Person auf dem Rad ändert sich das Gesamtgewicht, und damit der Soll-Druck. Die Fahrradgröße selbst bestimmst du mit dem Rahmengrößen-Rechner, den Tacho kalibrierst du mit dem Radumfang-Rechner.

Häufige Fehler beim Reifendruck

Den Maximaldruck von der Flanke fahrenEr ist die Obergrenze, keine Empfehlung. Zu viel Druck kostet Grip und Komfort.

Einen Richtwert nach Gewicht und Breite nutzenUnd im Bereich von ±0,3 bar nach Gefühl anpassen.

Vorne und hinten gleich pumpenDas Hinterrad trägt mehr Gewicht.

Hinten etwas höher, vorne etwas tieferEtwa 0,5 bis 0,8 bar Unterschied, abhängig von Breite und Gewicht.

Nur das Fahrergewicht rechnenRad, Rucksack und Packtaschen zählen mit.

Das Gesamtgewicht eintragenDamit der Druck zur realen Last passt.

Nie nachmessenReifen verlieren täglich Luft, Latexschläuche besonders schnell.

Vor jeder Fahrt kurz prüfenEin Standpumpen-Manometer genügt.

MERKSATZ

Heute gilt: breiter und weicher ist meist schneller. Starte mit dem Richtwert nach Gewicht und Reifenbreite und stelle in Schritten von 0,2 bar nach Gefühl nach – nie über den Maximaldruck der Reifenflanke.

Häufige Fragen

Mit 28-mm-Reifen und 80 kg Gesamtgewicht liegt der Richtwert bei rund 3,8 bar vorne und 4,6 bar hinten. Schmalere Reifen und mehr Gewicht brauchen mehr Druck, breitere Reifen und Tubeless weniger.
Mit 40 mm Breite und 80 kg liegen die Richtwerte bei etwa 2,0 bar vorne und 2,5 bar hinten. Auf losem Untergrund kannst du den Druck weiter senken, um mehr Grip zu bekommen.
Je nach Gewicht, Reifenbreite und Gelände meist 1,2 bis 1,8 bar. Der Rechner liefert einen Startwert. Danach passt du in Schritten von 0,1 bar an, bis der Reifen weder wegknickt noch springt.
Ein weicherer Reifen federt Unebenheiten ab, statt den Fahrer anzuheben und zu bremsen. Auf rauem Asphalt und Schotter sinkt der Rollwiderstand dadurch. Auf glattem Untergrund bleibt der Effekt klein.
Er ist die Obergrenze des Herstellers, keine Empfehlung. Überschreite ihn nie. Für Fahrkomfort, Grip und Durchschlagschutz liegt der gewählte Druck meist deutlich darunter.
Das Hinterrad trägt etwa 55 Prozent des Gewichts, das Vorderrad 45 Prozent. Der Rechner setzt vorne 90 Prozent und hinten 110 Prozent des Mittelwerts an. In der Praxis sind 0,3 bis 0,8 bar Unterschied üblich.
Rennradfahrer vor jeder Ausfahrt, alle anderen mindestens alle ein bis zwei Wochen. Reifen verlieren laufend Luft, Latexschläuche besonders schnell. Tubeless-Reifen brauchen zusätzlich gelegentlich frische Dichtmilch.
Er liefert einen Richtwert aus einer Faustformel, die an gängigen Herstellerangaben kalibriert ist. Fahrgefühl, Felgeninnenbreite und Reifenaufbau beeinflussen den idealen Wert zusätzlich. Stelle in Schritten von 0,2 bar nach.

Verwandte Rechner

Quellen

  1. Zipp / SRAM: How to calculate tire pressure
SR
Redaktion sportrechner.com
Ausdauer & Training · KI-gestützt erstellt, redaktionell geprüft

Die Lauf- und Rad-Rechner von sportrechner.com werden KI-gestützt erstellt und redaktionell gegen die jeweils angegebenen Quellen (Studien, Normen, Fachliteratur) geprüft. Wir geben den Stand dieser Quellen wieder und treffen keine persönlichen Erfahrungsaussagen; alle Ergebnisse sind Richtwerte.