Rahmengröße berechnen
Die passende Rahmengröße aus deiner Schrittlänge – je nach Radtyp (Rennrad, MTB, Trekking). Damit du vor dem Kauf die richtige Größe kennst.
Feinjustierung der Sitzposition – hier erscheint eine kontextuelle Produktempfehlung.
So funktioniert der Rechner
Die passende Rahmengröße hängt vor allem von deiner Schrittlänge ab, nicht von der Körpergröße. Der Rechner multipliziert deine Schrittlänge mit einem typspezifischen Faktor – das Ergebnis ist die richtige Größe für die Vorauswahl.
Rennrad, MTB oder Trekking – die Geometrien unterscheiden sich, daher rechnet jeder Typ mit eigenem Faktor.
Barfuß mit Buch fest in den Schritt gezogen gemessen – genauer als die Innenbeinlänge aus der Hose.
Du erhältst die Rahmenhöhe samt Größenlabel für die Vorauswahl.
Schrittlänge richtig messen
Stell dich barfuß mit dem Rücken zur Wand, ziehe ein Buch waagerecht fest in den Schritt (wie ein Sattel) und miss die Höhe der Buchoberkante bis zum Boden. Dieser Wert ist genauer als die Innenbeinlänge aus der Hose.
Tipp: Stell dich barfuß mit dem Rücken zur Wand, ziehe ein Buch waagerecht fest in den Schritt (wie ein Sattel) und miss die Höhe der Buchoberkante bis zum Boden. Dieser Wert ist genauer als die Innenbeinlänge aus der Hose.
Die Formeln
Trekking/City: Rahmenhöhe [cm] = Schrittlänge × 0,66
MTB: Rahmenhöhe [Zoll] = Schrittlänge × 0,226 Beispiel Rennrad: 84 cm × 0,665 = 55,9 cm (≈ Größe M)
Beispielrechnung Schritt für Schritt
Eine Person mit 84 cm Schrittlänge möchte die passende Größe für drei Radtypen wissen:
Beim Rennrad landet sie also bei rund 56 cm, was meist als Größe M verkauft wird. Beim MTB ergibt dieselbe Schrittlänge etwa 19 Zoll. Wichtig: Die Faktoren unterscheiden sich nach Radtyp, weil die Geometrien verschieden sind – ein MTB-Rahmen wird in Zoll, ein Rennrad in Zentimetern angegeben.
Größentabelle MTB und Trekking
| Schrittlänge | MTB | Trekking |
|---|---|---|
| 70–75 cm | 15–16″ · S | 46–49 cm |
| 75–80 cm | 16–17″ · M | 49–52 cm |
| 80–85 cm | 18–19″ · L | 52–56 cm |
| 85–90 cm | 19–21″ · XL | 56–60 cm |
| 90–95 cm | 21–23″ · XXL | 60–64 cm |
Größentabelle Rennrad
| Schrittlänge | Rahmen | Größe |
|---|---|---|
| 72–76 cm | 48–50 cm | XS |
| 76–80 cm | 51–53 cm | S |
| 80–84 cm | 54–56 cm | M |
| 84–88 cm | 57–59 cm | L |
| 88–92 cm | 60–62 cm | XL |
Sattelhöhe aus der Schrittlänge bestimmen
Die richtige Rahmengröße ist nur der erste Schritt – die Sattelhöhe entscheidet über Effizienz und Kniegesundheit. Eine bewährte Faustregel ist die Heron- oder 0,883-Methode: Schrittlänge × 0,883 ergibt die Sattelhöhe, gemessen von der Tretlagermitte bis zur Satteloberkante. Bei 84 cm Schrittlänge wären das rund 74 cm.
Beispiel: 84 × 0,883 = 74,2 cm (Tretlager bis Sattel)
Gegenprobe Sattelhöhe: Auf dem Sattel sitzend und die Ferse aufs Pedal in der untersten Stellung gesetzt, sollte das Bein gerade durchgestreckt sein. Beim normalen Treten mit dem Fußballen bleibt dann im tiefsten Punkt eine leichte Kniebeugung – ideal für Kraftübertragung und Gelenkschutz. Zu hoch eingestellt wippt die Hüfte, zu niedrig belastet es die Knie.
Rahmenformen: Diamant, Trapez, Wave
Neben der Größe gibt es verschiedene Rahmenformen, die den Einstieg und die Haltung beeinflussen. Der klassische Diamantrahmen mit hohem Oberrohr ist am steifsten und leichtesten – Standard bei Renn- und Sporträdern. Trapez- und Wave-Rahmen (tiefer oder ganz tiefer Einstieg) erleichtern das Auf- und Absteigen und sind bei City- und Trekkingrädern sowie für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit beliebt.
Die früher übliche Trennung in „Herren-“ und „Damenräder“ ist heute überholt – entscheidend sind Einstiegshöhe, Geometrie und Passform, nicht das Geschlecht. Frauen haben statistisch im Schnitt etwas längere Beine und einen kürzeren Oberkörper, weshalb manche Hersteller spezielle Geometrien anbieten; viele Frauen fahren aber ebenso gut auf Unisex-Rahmen. Wichtiger als das Etikett ist, dass Schrittlänge, Reach und Stack passen.
Rahmenhöhe ist nicht alles: Reach und Stack
Die klassische Rahmenhöhe (Sitzrohrlänge) sagt nur, wie hoch der Rahmen ist – nicht, wie gestreckt du draufsitzt. Moderne Geometrien beschreiben die Passform präziser über Reach (horizontaler Abstand vom Tretlager zum Steuerrohr) und Stack (vertikaler Abstand). Zwei Räder mit gleicher „Größe M“ können sich dadurch sehr unterschiedlich anfühlen: das eine sportlich-gestreckt, das andere komfortabel-aufrecht. Nutze die berechnete Rahmenhöhe für die Vorauswahl, vergleiche dann aber Reach und Stack der konkreten Modelle – und mach, wenn möglich, eine Probefahrt.
Zwischen zwei Größen greifst du tendenziell zur kleineren – sie lässt sich über Sattelstütze und Vorbau besser anpassen und fährt sich agiler. Der Rechner ersetzt aber kein Bikefitting: Sattelhöhe, Sitzposition und Vorbaulänge werden individuell feinjustiert. Den passenden Radumfang fürs Setup liefert der Reifenumfang-Rechner.
Der Reifenumfang-Rechner liefert den passenden Wert für Tacho und Sitzposition.
Zwischen zwei Größen – welche nehmen?
Liegst du genau zwischen zwei Rahmengrößen, ist die Entscheidung Geschmackssache, folgt aber Faustregeln. Wer sportlich, gestreckt und agil fahren will, wählt die kleinere Größe: Sie ist wendiger und lässt sich über eine längere Sattelstütze und einen längeren Vorbau gut strecken. Wer Komfort und eine aufrechtere Haltung bevorzugt – etwa auf langen Touren –, fährt mit der größeren Größe oft entspannter.
Auch die Proportionen spielen mit hinein: Menschen mit im Verhältnis langen Beinen und kurzem Oberkörper fahren tendenziell besser mit der kleineren Größe, Langarmige mit der größeren. Im Zweifel ist eine Probefahrt durch nichts zu ersetzen – und ein professionelles Bikefitting holt aus jeder Rahmengröße die optimale Sitzposition heraus.
Faustregel zwischen zwei Größen: Wer sportlich, gestreckt und agil fahren will, wählt die kleinere Größe; wer Komfort und eine aufrechtere Haltung bevorzugt, etwa auf langen Touren, fährt mit der größeren oft entspannter. Lange Beine und kurzer Oberkörper sprechen für die kleinere Größe, lange Arme für die größere.
Warum die Schrittlänge wichtiger ist als die Körpergröße
Zwei Menschen gleicher Körpergröße können sehr unterschiedliche Bein- und Rumpflängen haben – und genau die Beinlänge bestimmt, wie hoch der Rahmen sein darf und wie hoch der Sattel kommt. Deshalb arbeitet der Rechner mit der Schrittlänge statt mit der Körpergröße: Sie bildet die für die Rahmenhöhe entscheidende Innenbeinlänge direkt ab.
Die Körpergröße taugt nur als grobe Vorsortierung. Wer nach ihr allein wählt, riskiert einen Rahmen, der zwar „zur Größe passt“, aber für die eigenen Beine zu hoch oder zu niedrig ist. Erst die Schrittlänge macht die Empfehlung belastbar – und sie ist mit Buch und Maßband in zwei Minuten gemessen.
Für die Rahmenhöhe zählt deine Schrittlänge, nicht die Körpergröße – zwei gleich große Menschen können sehr unterschiedliche Beinlängen haben.
Wann lohnt sich ein Bikefitting?
Der Rechner liefert die richtige Rahmengröße für die Vorauswahl – ein professionelles Bikefitting holt aus dem Rad die optimale Sitzposition heraus. Lohnenswert ist es vor allem bei teuren Rädern, bei langen Strecken, bei wiederkehrenden Beschwerden (Knie, Rücken, Nacken, Hände) oder bei sportlichen Ambitionen. Ein Fitter justiert Sattelhöhe und -position, Vorbaulänge, Lenkerbreite und Cleat-Stellung exakt auf deinen Körper.
Für Gelegenheitsfahrer auf kurzen Strecken reicht oft die saubere Grundeinstellung nach Faustregeln. Sobald aber Schmerzen auftreten oder du viele Stunden im Sattel verbringst, zahlt sich ein Fitting schnell aus – es macht das Fahren nicht nur bequemer, sondern auch effizienter und beugt Überlastungsschäden vor. Die Rahmengröße bleibt dabei die Grundlage: Ein grundsätzlich zu großer oder zu kleiner Rahmen lässt sich auch durch das beste Fitting nicht vollständig retten.
Kinderräder nicht „auf Zuwachs“ zu groß kaufen. Ein zu großes Rad ist schwer zu kontrollieren und nimmt dem Kind die Sicherheit und den Spaß. Lieber die passende Größe wählen und nach ein bis zwei Jahren wechseln.
Rahmengröße bei Kindern
Bei Kinderrädern funktioniert die Größeneinteilung anders: Sie richtet sich nach der Laufradgröße in Zoll (12, 16, 20, 24 Zoll), nicht nach der Rahmenhöhe. Maßgeblich ist auch hier die Schrittlänge – das Kind sollte mit beiden Fußballen sicher den Boden erreichen können, anfangs sogar mit der ganzen Fußsohle, um Sicherheit beim Anhalten zu geben.
Wichtig: Kinderräder nicht „auf Zuwachs“ zu groß kaufen. Ein zu großes Rad ist schwer zu kontrollieren und nimmt dem Kind die Sicherheit und den Spaß. Lieber die passende Größe wählen und nach ein bis zwei Jahren wechseln. Als grobe Orientierung passen 16 Zoll zu einer Schrittlänge ab etwa 44 cm, 20 Zoll ab rund 51 cm und 24 Zoll ab etwa 61 cm – immer mit Probesitzen.
Häufige Fehler bei der Rahmenwahl
Nach Körpergröße statt Schrittlänge wählenZwei gleich große Menschen brauchen nicht zwangsläufig denselben Rahmen.
Nach Schrittlänge wählenDie Beinlänge entscheidet über die Rahmenhöhe.
Schrittlänge über die Hose messenDie Innenbeinlänge der Hose ist ungenau.
Barfuß mit Buch messenBuch fest in den Schritt gezogen, bis zum Boden gemessen.
Nur auf die Rahmenhöhe schauenZwei Räder gleicher „Größe“ können sich völlig anders anfühlen.
Reach und Stack vergleichenSie bestimmen, wie gestreckt du sitzt.
Im Zweifel die größere Größe nehmenEin zu großer Rahmen lässt sich kaum verkleinern.
Tendenziell zur kleineren greifenEin etwas kleinerer Rahmen lässt sich dagegen gut anpassen.
Häufige Fragen
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