Wilks & DOTS berechnen
Vergleiche Kraftleistungen über Gewichtsklassen hinweg – mit dem DOTS-Score (aktueller IPF-Standard) und dem klassischen Wilks-Wert. Für Powerlifting und Kraftsport.
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So funktioniert der Rechner
Ein 60-kg-Athlet, der 400 kg im Total bewegt, ist relativ stärker als ein 120-kg-Athlet mit 500 kg – absolut betrachtet sieht es umgekehrt aus. Wilks und DOTS lösen dieses Problem: Sie rechnen die Last über das Körpergewicht in einen vergleichbaren Punktwert um.
Wilks und DOTS nutzen eigene Koeffizienten je Geschlecht.
Das Total ist die Summe deiner Lifts – z. B. Kniebeuge + Bankdrücken + Kreuzheben.
Der Rechner zeigt beide Punktwerte plus Einordnung.
Die Formel
In Worten: Das Körpergewicht wird in ein Polynom eingesetzt, das einen Korrekturfaktor liefert – leichte Athleten bekommen einen höheren Faktor, weil relative Stärke bei geringem Körpergewicht seltener ist. Dein Total mal 500 geteilt durch diesen Faktor ergibt den Punktwert.
Beispiel
Ein 80 kg schwerer Mann mit einem Total von 200 kg (z. B. 80 Kniebeuge + 50 Bankdrücken + 70 Kreuzheben) erreicht rund 138 DOTS-Punkte – solide Hobbystärke. Ein 60 kg leichter Athlet bräuchte für denselben Score nur etwa 165 kg Total, ein 120 kg schwerer dagegen rund 248 kg. So macht die Formel Leistungen über die Gewichtsklassen hinweg vergleichbar.
Ein 80 kg schwerer Mann mit einem Total von 200 kg (z. B. 80 Kniebeuge + 50 Bankdrücken + 70 Kreuzheben) erreicht rund 138 DOTS-Punkte – solide Hobbystärke. Ein 60 kg leichter Athlet bräuchte für denselben Score nur etwa 165 kg Total, ein 120 kg schwerer dagegen rund 248 kg. So macht die Formel Leistungen über die Gewichtsklassen hinweg vergleichbar.
| Körpergewicht | nötiges Total |
|---|---|
| 60 kg | ≈ 358 kg |
| 75 kg | ≈ 415 kg |
| 90 kg | ≈ 462 kg |
| 105 kg | ≈ 500 kg |
| 120 kg | ≈ 530 kg |
Die Tabelle zeigt das Prinzip: Schwerere Athleten müssen absolut mehr heben, um denselben Score zu erreichen – relative Stärke wird belohnt.
DOTS oder Wilks?
Der DOTS-Score ist die modernere Formel und löst den Wilks als offiziellen IPF-Standard ab. Er bildet vor allem die schweren und leichten Gewichtsklassen fairer ab. Der klassische Wilks ist weiterhin in vielen Tabellen und Wettkämpfen verbreitet – deshalb zeigt der Rechner beide Werte.
Wilks (klassisch)
- Etabliert – viele Ranglisten, Apps und ältere Wettkampfergebnisse nutzen ihn
- Benachteiligt die ganz leichten und ganz schweren Athleten leicht
- Nicht mehr offizieller IPF-Standard
Für dich, wenn: du dich in Online-Ranglisten oder älteren Tabellen vergleichst, die noch Wilks führen.
DOTS (2020)
- Bildet schwere und leichte Gewichtsklassen fairer ab
- In vielen Verbänden hat er den Wilks abgelöst
- Noch nicht überall verbreitet – nicht jede ältere Liste kennt ihn
Für dich, wenn: du den moderneren, etwas faireren Wert willst und konsequent eine Formel verfolgst.
Wilks oder DOTS – was gilt heute?
Der klassische Wilks-Koeffizient stammt aus den 1990er-Jahren und war lange der Standard im Powerlifting. Über die Jahre zeigte sich, dass er die ganz leichten und ganz schweren Athleten leicht benachteiligte. Als Antwort darauf entstand 2020 der DOTS-Score, der mit aktualisierten Koeffizienten genau diese Ränder fairer abbildet und in vielen Verbänden den Wilks abgelöst hat.
Für die Praxis heißt das: DOTS ist die modernere und etwas fairere Wahl, der Wilks aber weiterhin weit verbreitet – viele Ranglisten, Apps und ältere Wettkampfergebnisse nutzen ihn noch. Deshalb zeigt der Rechner beide Werte. Wichtig ist nur, dass du beim Vergleichen bei einer Formel bleibst: Ein Wilks von 350 und ein DOTS von 350 sind nicht exakt dasselbe.
Beim Vergleichen bei einer Formel bleiben. Ein Wilks von 350 und ein DOTS von 350 sind nicht exakt dasselbe – vergleiche nur Scores derselben Formel miteinander.
Wilks, DOTS und IPF-GL: die Unterschiede
Neben Wilks und DOTS gibt es die IPF-GL-Punkte (Good Lift), die der Weltverband IPF für seine eigenen Wettkämpfe nutzt. Alle drei verfolgen dasselbe Ziel – relative Stärke vergleichbar machen –, unterscheiden sich aber in den zugrunde gelegten Daten und Formeln. IPF-GL basiert ausschließlich auf den Ergebnissen internationaler IPF-Wettkämpfe und gewichtet die Klassen entsprechend.
Für den ambitionierten Hobbysportler reicht es völlig, eine Formel konsequent zu verfolgen. Welche du wählst, hängt davon ab, in welchem Umfeld du dich vergleichst: In IPF-Wettkämpfen zählt GL, in vielen Online-Ranglisten DOTS oder noch Wilks. Die Aussage über deine eigene Entwicklung ist bei allen gleich gut – entscheidend ist der konstante Bezug über die Zeit, nicht die Wahl der Formel.
Wilks und DOTS bei Frauen
Beide Formeln haben eigene Koeffizienten für Frauen, weil sie im Mittel weniger Muskelmasse und mehr Körperfett tragen und damit bei gleichem Körpergewicht andere absolute Totals erreichen. Der Rechner wählt anhand des eingestellten Geschlechts automatisch die passenden Werte, sodass ein Frauen- und ein Männer-Score direkt vergleichbar sind.
Das macht Wilks und DOTS zu einem fairen Werkzeug für gemischte Wertungen, etwa bei „Best Lifter“-Auszeichnungen, wo die stärkste Person unabhängig von Geschlecht und Gewichtsklasse gesucht wird. Eine Frau mit hohem relativen Total kann so eine bessere Platzierung erreichen als ein absolut stärkerer, aber relativ schwächerer Mann – genau das ist der Sinn der Formel.
Warum es überhaupt Vergleichsformeln gibt
Im Powerlifting starten Athleten in Gewichtsklassen – aber wer ist klassenübergreifend der relativ Stärkste? Genau diese Frage beantworten Wilks und DOTS. Sie ermöglichen faire Mannschaftswertungen, „Best Lifter“-Auszeichnungen und den Vergleich der eigenen Entwicklung, auch wenn sich das Körpergewicht über die Saison ändert. Neben Wilks und DOTS gibt es weitere Ansätze wie die IPF-GL-Punkte; alle verfolgen dasselbe Ziel, gewichten die Gewichtsklassen aber leicht unterschiedlich. Für den Hausgebrauch reicht ein konsistenter Wert – wähle eine Formel und verfolge sie über die Zeit.
Grobe Einordnung
Dein Total verbesserst du über gezieltes Maximalkrafttraining – plane deine Arbeitsgewichte mit dem 1RM-Rechner und stütze den Aufbau mit ausreichend Protein.
Was ist ein guter Wilks- oder DOTS-Score?
Als grobe Orientierung gilt: Ein Score um 200 ist solide Hobbystärke, 300 sehr gut, 400 Wettkampfniveau und 500 oder mehr Spitzensport. Diese Marken gelten geschlechtsübergreifend, weil die Formeln für Männer und Frauen eigene Koeffizienten nutzen – ein Score von 350 bedeutet bei einer Frau und einem Mann ein vergleichbar hohes relatives Niveau.
Wichtig ist die Einordnung: Schon ein Score von 300 erreichen nur engagierte, mehrjährig trainierende Kraftsportler. Die genannten Werte beziehen sich auf das „raw“-Powerlifting (ohne unterstützendes Equipment außer Gürtel). In Verbänden mit Ausrüstung (Squat-Suits, Bankdrückshirts) fallen die Totals und damit die Scores höher aus – ein direkter Vergleich ist dann nicht fair.
Dein Total verbessern
Der Score steigt über ein höheres Total bei gleichem oder niedrigerem Körpergewicht. Der Hauptweg führt über klassisches Maximalkrafttraining in den drei Wettkampfdisziplinen: schwere Sätze mit wenigen Wiederholungen, progressive Steigerung und solide Technik. Da das Total die Summe aus Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben ist, lohnt es sich, die schwächste der drei Übungen gezielt zu fördern – dort liegt meist das größte Potenzial.
Auch das Verhältnis von Kraft zu Körpergewicht spielt mit: Wer Muskelmasse aufbaut, ohne unnötig Fett anzusetzen, verbessert sein Total schneller als sein Gewicht und steigert so den Score. Eine Gewichtsklasse zu wechseln will dagegen gut überlegt sein – ein paar Kilo weniger heben oft auch das Total leicht, sodass der Score nicht zwangsläufig steigt. Plane die Arbeitsgewichte mit dem 1RM-Rechner.
Der 1RM-Rechner schätzt dein Maximalgewicht und leitet daraus die richtigen Trainingsgewichte ab.
Der Proteinbedarf-Rechner zeigt, wie viel Eiweiß du für den Kraftaufbau brauchst.
Häufige Fehler beim Wilks-Score
Wilks und DOTS direkt vergleichenDie beiden Formeln liefern leicht verschiedene Werte.
Nur Scores derselben Formel vergleichenBleib bei einer Formel, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Raw und Equipped mischenTotals mit unterstützender Ausrüstung fallen höher aus.
Dieselbe Wettkampfklasse vergleichenEin fairer Vergleich braucht dieselbe Wettkampfklasse.
Tageswerte überbewertenEin einzelner guter oder schlechter Trainingstag sagt wenig.
Echte Wettkampf-Totals heranziehenDer Score über echte Wettkampf-Totals ist aussagekräftiger.
Score über Gesundheit stellenExtremes Abnehmen oder Aufpumpen für einen besseren Score schadet mehr, als es bringt.
Langfristig denkenStärke wächst langfristig.
Wilks und DOTS machen relative Stärke über die Gewichtsklassen hinweg vergleichbar – entscheidend ist der konstante Bezug über die Zeit, nicht die Wahl der Formel.
Häufige Fragen
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