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Übersetzung berechnen

Berechne Übersetzungsverhältnis, Entfaltung und Geschwindigkeit aus Kettenblatt, Ritzel und Trittfrequenz – für Rennrad, Gravel und MTB.

RECHNER · ÜBERSETZUNG & ENTFALTUNG
Z
Z
mm
z. B. 2105 für 700×25C. Im Reifenumfang-Rechner ermittelbar.
U/min
GESCHWINDIGKEIT BEI DIESER ÜBERSETZUNG
35,5km/h

Übersetzung 3,13 – pro Kurbelumdrehung legst du 6,58 m zurück.

ÜBERSETZUNG3,13
ENTFALTUNG6,58 m
ANZEIGE · PRODUKTEMPFEHLUNG
Kassette / Kettenblatt

Die passende Übersetzung fürs Terrain – hier erscheint eine kontextuelle Produktempfehlung.

ZUM ANGEBOT

So funktioniert der Rechner

Aus Kettenblatt, Ritzel, Radumfang und Trittfrequenz berechnet das Tool drei Werte: das Übersetzungsverhältnis, die Entfaltung (Meter pro Kurbelumdrehung) und deine Geschwindigkeit.

1 Kettenblatt und Ritzel eingeben

Die Zähnezahlen von vorderem Kettenblatt und hinterem Ritzel.

2 Radumfang und Trittfrequenz ergänzen

Der Umfang deines Reifens und die Kadenz, mit der du kurbelst.

3 Übersetzung, Entfaltung und Tempo ablesen

Die drei Ergebniswerte erscheinen sofort oben im Rechner.

Die Formeln

Übersetzung = Kettenblatt / Ritzel
Entfaltung [m] = Übersetzung × Radumfang [m]
Geschwindigkeit [km/h] = Entfaltung × Trittfrequenz × 60 / 1.000 Beispiel: 50/16 = 3,13 · × 2,105 m = 6,58 m · × 90 × 60 / 1.000 = 35,5 km/h

Beispielrechnung Schritt für Schritt

Du fährst ein 50er-Kettenblatt auf einem 16er-Ritzel, mit 700×25C-Reifen (Umfang 2,105 m) bei 90 Umdrehungen pro Minute:

BEISPIEL: 50/16, 700×25C (2,105 M), 90 U/MIN
ÜBERSETZUNG 50 ÷ 163,13
× 2,105 M = ENTFALTUNG6,58 m
× 90 × 60 ÷ 1.00035,5 km/h
TEMPO35,5 km/h

Pro Pedalumdrehung rollst du also 6,58 Meter weit, und bei 90 Umdrehungen pro Minute ergibt das 35,5 km/h. Schaltest du auf ein kleineres 13er-Ritzel, steigt die Übersetzung auf 3,85 und das Tempo bei gleicher Trittfrequenz auf rund 43,7 km/h – allerdings brauchst du dafür auch mehr Kraft.

Entfaltung gängiger Gänge

ENTFALTUNG NACH GANG (700C, UMFANG 2,11 M)
Kettenblatt / RitzelÜbersetzungEntfaltung
34 / 28 (Berg)1,212,56 m
34 / 191,793,77 m
50 / 192,635,55 m
50 / 163,136,58 m
50 / 11 (schnell)4,559,59 m

Tempo bei verschiedenen Trittfrequenzen

Die gleiche Übersetzung bringt je nach Trittfrequenz ein anderes Tempo. Die Tabelle zeigt für die Beispielübersetzung 50/16 (Entfaltung 6,58 m), wie sich die Geschwindigkeit mit der Kadenz ändert:

TEMPO BEI 50/16 NACH TRITTFREQUENZ
TrittfrequenzGeschwindigkeit
70 U/min27,6 km/h
80 U/min31,6 km/h
90 U/min35,5 km/h
100 U/min39,5 km/h
110 U/min43,4 km/h

Das zeigt, warum erfahrene Fahrer lieber schalten als die Frequenz extrem hoch- oder runterzufahren: Mit der passenden Übersetzung hältst du eine angenehme, kraftsparende Kadenz, während sich das Tempo über die Gangwahl regelt.

Typische Schaltgruppen und ihre Bandbreite

Die Wahl von Kettenblättern und Kassette bestimmt deine nutzbare Bandbreite. Gängige Setups im Überblick:

  • Kompakt 50/34 mit 11–32

    Der Allrounder am Rennrad – genug Berggang für die meisten Anstiege und ausreichend schwere Gänge fürs Flache. Für Hobbyfahrer die beliebteste Kombination.

  • Standard 53/39 mit 11–28

    Sportlicher, mit schwereren Gängen fürs schnelle Fahren – eher für kräftige und trainierte Fahrer in flacherem Gelände.

  • 1-fach Gravel 40 mit 10–44

    Ein Kettenblatt, breite Kassette – simpel und robust, mit großer Spanne für wechselndes Gelände, aber gröberen Gangsprüngen.

  • MTB 32 mit 10–52

    Sehr breite Bandbreite für steile Trails – kleinster Gang für extreme Anstiege, ohne vorderes Umwerfen schalten zu müssen.

Übersetzung am Berg richtig wählen

Am Anstieg trennt sich die Spreu vom Weizen: Wer keinen ausreichend leichten Gang hat, würgt sich mit niedriger Frequenz den Berg hinauf und ermüdet schnell. Als Orientierung sollte der kleinste Gang eine Entfaltung um 2,5 Meter oder weniger ermöglichen, damit auch steile Rampen mit runder Trittfrequenz machbar bleiben. Für sehr bergiges Gelände oder mit Gepäck darf es noch leichter sein.

Praktisch heißt das oft: ein kleines Kettenblatt (34 oder weniger) kombiniert mit einem großen Ritzel (32 oder mehr). Lieber eine Reserve nach unten haben und sie nicht brauchen, als am steilen Berg im viel zu schweren Gang zu stehen.

Den Energieaufwand am Berg – vor allem die Höhenmeter – schätzt der Kalorienverbrauch-Radfahren-Rechner ab.

Welche Übersetzung wofür?

  • Flach & schnell

    Große Übersetzung (großes Kettenblatt, kleines Ritzel) – viel Entfaltung pro Tritt, ideal für hohes Tempo in der Ebene.

  • Berg & steil

    Kleine Übersetzung (kleines Kettenblatt, großes Ritzel) – wenig Entfaltung, dafür rund treten am Anstieg.

  • Runde Trittfrequenz

    Wähle die Übersetzung so, dass du bei 85–95 U/min bleibst – das schont die Knie und spart Kraft.

Den genauen Radumfang für die Rechnung liefert der Reifenumfang-Rechner, deine Leistung dazu der Watt/kg-Rechner.

Was bedeutet Entfaltung?

Die Entfaltung ist die Strecke, die du mit einer einzigen vollen Kurbelumdrehung zurücklegst – gemessen in Metern. Sie ist anschaulicher als das nackte Übersetzungsverhältnis, weil sie die Radgröße einbezieht: Dasselbe Verhältnis ergibt auf einem 28-Zoll-Rad mehr Entfaltung als auf einem 26-Zoll-Rad. Eine Entfaltung von 6,58 Metern heißt schlicht: ein Tritt, 6,58 Meter Strecke.

Die Entfaltung macht Gänge über verschiedene Räder hinweg vergleichbar – ideal, wenn du Setups vergleichst oder das richtige Berg- und Schnellfahrgefühl suchst. Kleine Entfaltung (unter 3 m) ist Klettergang, große Entfaltung (über 8 m) der schnelle Gang fürs Flachland und bergab. Den exakten Radumfang für die Rechnung liefert der Reifenumfang-Rechner.

Welche Übersetzung für Anfänger?

Einsteiger fahren meist zu schwere Gänge – sie treten mit viel Kraft und niedriger Frequenz, was die Knie belastet und schnell ermüdet. Besser ist eine eher leichte Übersetzung, die runde 80–90 Trittumdrehungen pro Minute erlaubt. Für hügeliges Gelände lohnt eine Kompaktkurbel (50/34) mit einer breiten Kassette (z. B. bis 32 oder 34 Zähne hinten), damit auch steile Anstiege gut zu treten sind.

Die Faustregel: Lieber einen Gang zu leicht als zu schwer. Wer am Berg noch rund tritt, statt sich abzuwürgen, fährt effizienter und gelenkschonender. Mit wachsender Erfahrung und Kraft ergeben sich die schwereren Gänge von selbst. Wichtiger als Heldentum am Berg ist eine gleichmäßige, runde Trittfrequenz.

Die richtige Trittfrequenz

Die Trittfrequenz (Kadenz) beschreibt, wie oft du pro Minute kurbelst. Die meisten Radsportler fahren am effizientesten bei 80–95 U/min. Eine höhere Frequenz bei kleinerem Gang belastet eher das Herz-Kreislauf-System, eine niedrige Frequenz mit schwerem Gang eher die Muskulatur und Gelenke. Über die Übersetzung wählst du, in welchem Bereich du dich bewegst.

Praktisch heißt das: Wird die Frequenz am Anstieg zu niedrig (unter 70), schalte in einen leichteren Gang; dreht sie im Flachen zu hoch (über 100) ohne Tempogewinn, schalte schwerer. So bleibst du im kraftsparenden Bereich. Wer das Gefühl noch nicht hat, kann die Kadenz am Radcomputer ablesen und sich daran orientieren, bis die runde Frequenz zur Gewohnheit wird.

Häufige Fehler bei der Übersetzung

Zu schwere Gänge tretenNiedrige Frequenz mit viel Kraft belastet die Knie und ermüdet schnell.

Leichter schalten und rund tretenEine runde, hohe Kadenz schont Knie und Kraft.

Im extremen Schräglauf fahrenGroßes Kettenblatt plus größtes Ritzel (oder umgekehrt) verschleißt die Kette.

Kreuzkombinationen vermeidenSolche Schräglauf-Stellungen meiden – sie kosten Kette und Effizienz.

Falschen Radumfang ansetzenEin grob geschätzter Umfang verfälscht Entfaltung und Tempo.

Exakten Wert ermittelnDen genauen Umfang im Reifenumfang-Rechner bestimmen.

Bandbreite ignorierenEntscheidend ist nicht die Gangzahl, sondern die Spanne zwischen leichtestem und schwerstem Gang.

Auf die Bandbreite achtenDie nutzbare Spanne passend zum Gelände wählen.

MERKSATZ

Entscheidend ist nicht die Gangzahl, sondern die nutzbare Bandbreite zwischen kleinster und größter Übersetzung – und eine runde Trittfrequenz von 80–95 U/min.

1-fach, 2-fach oder 3-fach?

Moderne Räder setzen zunehmend auf 1-fach-Antriebe (ein Kettenblatt vorne, eine breite Kassette hinten) – simpel, wartungsarm und am Gravelbike oder MTB beliebt. Klassische 2-fach-Rennräder bieten dafür feinere Abstufungen und eine größere Gesamtbandbreite, was am Berg und im flachen Schnellfahren von Vorteil ist. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Kettenblätter, sondern die nutzbare Bandbreite zwischen kleinster und größter Übersetzung – und ob die Sprünge zwischen den Gängen für dein Gelände passen. Vergleiche dazu die Entfaltung im kleinsten und größten Gang: Sie zeigt dir, wie steil du gerade noch rund treten kannst und wie schnell du bergab mitkurbeln kannst.

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Häufige Fragen

Die Übersetzung ist das reine Zahlenverhältnis Kettenblatt zu Ritzel (z. B. 3,1). Die Entfaltung ist die Strecke, die du pro Kurbelumdrehung zurücklegst – Übersetzung mal Radumfang, in Metern.
Je steiler, desto kleiner sollte die kleinste Übersetzung sein (großes Ritzel, kleines Kettenblatt). Eine Entfaltung unter 2,5 m hilft, auch steile Rampen mit runder Trittfrequenz zu fahren.
Im Ausdauerbereich sind 85–95 Umdrehungen pro Minute üblich und gelenkschonend. Eine zu niedrige Trittfrequenz belastet die Knie, eine sehr hohe kostet Effizienz.
Geschwindigkeit = Entfaltung × Trittfrequenz. 50/16 bei 90 U/min ergibt am Rennrad rund 35 km/h – der Rechner zeigt es dir live.
Eine mit ausreichend kleinen Gängen für Anstiege. Am Berg sollte die kleinste Entfaltung unter etwa 2,5 m liegen, damit du mit runder Trittfrequenz (85–95 U/min) hochkommst, statt im Wiegetritt zu würgen. Lieber zu leicht als zu schwer übersetzt.
1-fach ist simpel und wartungsarm (beliebt am Gravel/MTB), 2-fach bietet feinere Abstufungen und größere Bandbreite (Vorteil am Rennrad). Entscheidend ist nicht die Zahl der Kettenblätter, sondern die nutzbare Bandbreite und ob die Gangsprünge zu deinem Gelände passen.

Verwandte Rechner

Quellen

  1. Sheldon Brown: Gain Ratios and Gear Inches (Übersetzungslehre)
JB
Jonas Bender
Sportredaktion · Lauf- & Radsport (KI-gestützt)

Jonas schreibt für sportrechner.com über Ausdauersport. Er ist selbst mehrere Marathons und Gravel-Rennen gelaufen bzw. gefahren und prüft jede Formel gegen die Fachliteratur, bevor sie in einen Rechner wandert.

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