Kalorienverbrauch Schwimmen
Wie viele Kalorien verbrennst du beim Schwimmen? Nach Schwimmstil und Intensität berechnet – mit den MET-Werten aus dem Compendium of Physical Activities. Direkt im Browser, ohne Anmeldung.
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So funktioniert der Rechner
Schwimmen fordert den ganzen Körper – aber wie viel Energie es kostet, hängt stark von Stil und Tempo ab: Zwischen gemütlichem Rückenschwimmen und Delfin liegt fast das Dreifache. Der Rechner nutzt die MET-Werte aus dem Compendium of Physical Activities, dem Standardwerk für den Energieverbrauch von Aktivitäten, und rechnet sie mit deinem Gewicht und deiner Schwimmzeit hoch.
Beides zusammen bestimmt den MET-Wert – von 3,5 (Wassertreten) bis 13,8 (Delfin).
Der Verbrauch skaliert direkt mit dem Körpergewicht.
Nur die aktive Zeit im Wasser – Pausen am Beckenrand zählen nicht.
Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert.
Die Formel
In Worten: Multipliziere den MET-Wert deines Stils mit deinem Körpergewicht in Kilogramm und der reinen Schwimmzeit in Stunden. Ein MET entspricht dem Ruheverbrauch – kräftiges Brustschwimmen mit 10,3 MET verbraucht also gut das Zehnfache von ruhigem Sitzen.
Beispielrechnung Schritt für Schritt
Eine 70 kg schwere Person schwimmt 30 Minuten lockeres Kraul (MET 8,3):
In einer halben Stunde lockerem Kraulen verbrennt die Person also rund 291 kcal – etwa so viel wie bei 30 Minuten zügigem Joggen, aber praktisch ohne Stoßbelastung für die Gelenke. Beim kräftigen Brustschwimmen (MET 10,3) wären es 10,3 × 70 × 0,5 = 361 kcal.
MET-Werte nach Stil und Intensität
Die vollständige Tabelle aus dem Compendium, mit der auch der Rechner arbeitet. Zum Vergleich: Lockeres Joggen liegt bei etwa 7–8 MET.
| Stil / Intensität | MET | kcal/h bei 75 kg |
|---|---|---|
| Brust, langsam/moderat | 5,3 | ≈ 398 |
| Brust, kräftig | 10,3 | ≈ 773 |
| Kraul, langsam (< 50 m/min) | 8,3 | ≈ 623 |
| Kraul, schnell (> 50 m/min) | 10,0 | ≈ 750 |
| Rücken, moderat | 4,8 | ≈ 360 |
| Rücken, kräftig | 9,5 | ≈ 713 |
| Delfin | 13,8 | ≈ 1.035 |
| Wassertreten, moderat | 3,5 | ≈ 263 |
Auffällig ist der große Sprung innerhalb desselben Stils: Kräftiges Brustschwimmen verbraucht fast das Doppelte des gemütlichen. Der Grund ist der Wasserwiderstand – er wächst überproportional mit dem Tempo, ähnlich wie der Luftwiderstand beim Radfahren. Ob dein Kraul als „langsam“ oder „schnell“ zählt, verrät dir deine Pace pro 100 Meter – die berechnest du mit dem Schwimm-Pace-Rechner: 50 m/min entsprechen einer Pace von 2:00 min/100 m.
Welcher Stil eignet sich zum Abnehmen?
Auf dem Papier gewinnt Delfin – in der Praxis der Stil, den du am längsten sauber durchhältst. Eine halbe Stunde ruhiges Kraulen schlägt zwei Minuten Delfin um Längen. Für die meisten ist zügiges Kraulen oder kräftiges Brustschwimmen der beste Kompromiss aus Verbrauch und Durchhaltbarkeit; Rückenschwimmen eignet sich als lockerer Ausgleich zwischen intensiven Bahnen.
Schwimmen hat beim Abnehmen zwei Besonderheiten: Es ist praktisch gelenkfrei – ideal bei höherem Körpergewicht oder Gelenkproblemen – und es macht vielen nach dem Training besonders hungrig, vermutlich durch das kühle Wasser. Wer das Defizit halten will, plant die Mahlzeit nach dem Schwimmen bewusst, statt hungrig am Kiosk zu landen. Den Tagesrahmen dafür liefert der Kalorienbedarf-Rechner.
Warum Uhr, Rechner und Gefühl auseinanderliegen
Kaum eine Sportart ist so schwer zu tracken wie Schwimmen: Optische Pulssensoren arbeiten unter Wasser unzuverlässig, GPS funktioniert im Hallenbad gar nicht, und die Zugerkennung verwechselt gern die Stile. Abweichungen von 15–30 % zwischen Uhr und Realität sind normal. Die MET-Rechnung hat das umgekehrte Problem: Sie kennt deine Technik nicht – wer mit schlechter Wasserlage kämpft, verbraucht real eher mehr als der Tabellenwert, wer sehr ökonomisch gleitet, etwas weniger.
Der größte Fehler ist aber ein anderer: die Badezeit mit der Schwimmzeit zu verwechseln. Zwischen Bahnen wird gewendet, getrunken, geplaudert – von 45 Minuten im Wasser sind oft nur 25–30 Minuten echtes Schwimmen. Gib deshalb nur die aktive Zeit ein.
Häufige Fehler bei der Verbrauchsschätzung
Badezeit statt Schwimmzeit rechnenPausen am Beckenrand und Wenden mit Stehen verbrennen kaum Kalorien – die Uhr läuft trotzdem weiter.
Nur die aktive Schwimmzeit zählenRealistisch schätzen oder die Auto-Pause der Schwimmuhr nutzen.
Sich dauerhaft auf Delfin-Werte verlassenDie 13,8 MET gelten nur, solange du den Stil wirklich schwimmst – meist sind das wenige Bahnen.
Mit dem Hauptstil der Einheit rechnenDen Stil ansetzen, der den Großteil der Einheit ausmacht, kurze Delfin-Anteile ignorieren.
Hunger nach dem Schwimmen unterschätzenDas kühle Wasser macht besonders hungrig – wer sich unkontrolliert belohnt, isst den Verbrauch doppelt zurück.
Mahlzeit nach dem Training einplanenEine proteinreiche, vorbereitete Mahlzeit fängt den Schwimm-Hunger auf, ohne die Bilanz zu kippen.
Beim Schwimmen zählt der Stil, den du lange sauber durchhältst – und gerechnet wird nur die reine Schwimmzeit, nicht der Aufenthalt im Bad.
Der Schwimm-Pace-Rechner liefert deine Pace pro 100 m samt SWOLF-Effizienzwert.
Der Kalorienverbrauch-Rechner stellt Schwimmen, Laufen und Radfahren gegenüber.
Auch im Wasser schwitzt du – der Wasserbedarf-Rechner liefert deine Trinkmenge.
Häufige Fragen
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Dieser Rechner liefert Richtwerte auf Basis veröffentlichter Formeln und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt.